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Pier Paolo Pasolini


Die Ausstellung Pier Paolo Pasolini. Porcili im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) widmete sich dem Leben und visionären Werk des Regisseurs, Dichters und Denkers und rekonstruierte anhand zahlreicher Originalmaterialien – darunter Fotografien, Filme, Zeitungen, Bücher und Filmkostüme – den „corpo“ Pasolinis. Pasolinis Bücher, Filme und Zeitungsbeiträge lösten zahlreiche Skandale aus und hatten Reaktionen von öffentlicher Verhöhnung und Herabsetzung bis hin zu voreingenommenen gerichtlichen Ermittlungen und Prozessen zur Folge. 1975 wurde er unter nicht ganz geklärten Umständen ermordet. Die Ausstellung im n.b.k. zeichnete eine Chronik dieser Ereignisse und führt die Brutalität von Pasolinis Verfolgung vor Augen.


Die Publikation Pier Paolo Pasolini enthält eine umfangreiche Dokumentation der Stationen der Ausstellung, in der Pasolinis Bild und Wirken in einer ihm feindlich gesinnten Gesellschaft breiten Raum fand. Eine Einführung der Kuratoren und ein Beitrag der Literaturwissenschaftlerin und Pasolini-Expertin Silvia De Laude arbeiten Pasolini als zeithistorische Figur heraus und legen die Zusammenhänge zwischen seinem Leben und seinem Werk offen. Die einzelnen Kapitel enthalten eine kurze Einführung sowie Abbildungen zugehöriger Dokumente, Filmausschnitte, Fotografien, Kostüme, Aushangfotos, Zitate und Gedichte, Bücher und Zeitschriften.


Pier Paolo Pasolini (1922–1975) zählt zu den einflussreichsten Dichter*innen und Filmemacher*innen der Nachkriegszeit. In seinem vielgestaltigen Werk – von Lyrik und Romanen über Film bis hin zu journalistischen Arbeiten und politischen Schriften – verband er ästhetische Radikalität mit politischer Mission. Sein Leben und seine Stellung innerhalb der italienischen Gesellschaft der 1950er bis 1970er Jahre erregten Anstoß und riefen Empörung, Ablehnung und Feindschaft hervor. Pasolini provozierte nicht nur durch seine Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei und seine offen gelebte Homosexualität, sondern auch durch das Aufzeigen gesellschaftlicher Missstände und Kritik an faschistischen Kontinuitäten.


Zu beziehen über den Buchhandel, die Website der Buchhandlung Walther und Franz König oder im Neuen Berliner Kunstverein. Mitglieder des Neuen Berliner Kunstvereins können die Publikation im n.b.k. zum Vorzugspreis von 15,00 Euro erwerben.


Details

n.b.k. Ausstellungen Band 31


Herausgegeben von Marius Babias, Giuseppe Garrera und Cesare Pietroiusti

260 Seiten, mit s/w und farb. Abb., Broschur, Deutsch, Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln 2026


ISBN
978-3-7533-1064-0

Preis
19.80 € / 15.00 € (Mitglieder)